Die Vorstellung, individuelles Wissen von Menschen digital abzubilden, ist faszinierend. Aber sie greift zu kurz. Denn ein 1:1-Abbild einzelner Menschen zu schaffen ist nicht das Ziel – entscheidend ist, ob Wissen für den Nutzer verständlich, relevant und im richtigen Moment handlungsfähig wird. Wissen entfaltet seinen Wert nicht durch die reine Kopie, sondern durch Vernetzung und Kontextualisierung.
Deshalb unterscheiden wir zwei Ebenen – und erst ihr Zusammenspiel schafft echten Wert. Der persönliche Wissenszwilling gehört dem Einzelnen. Der organisationale Wissenszwilling gehört allen. Zwischen beiden liegt eine bewusste Entscheidung: das Teilen.
Das digitale Arbeitsgedächtnis eines einzelnen Mitarbeitenden. Individuelle Erfahrungen und Lösungswege werden festgehalten, durch bestehende Dokumente ergänzt und in Kontext gesetzt.
Entscheidend: Dieses Arbeitsgedächtnis steht zunächst exklusiv dieser Person zur Verfügung als ein privater Raum zur Selbstorganisation. Erst wenn der Mitarbeitende sich aktiv entscheidet, dieses Wissen zu teilen, wird es für die Organisation nutzbar.
Hier entsteht der eigentliche Wert: das kollektive, vernetzte Gedächtnis der gesamten Organisation. Er verknüpft freigegebene Erfahrungen mit Dokumenten, Datenbanken und Richtlinien.
Weit mehr als eine Antwortmaschine: Er beinhaltet den konkreten Kontext und die Führung durch komplexe Aufgaben. Genau so, als würde ein erfahrener Kollege einen bei der Arbeit begleiten.
Erst wenn der persönliche Wissenszwilling gezielt in den organisationalen Wissenszwilling überführt wird, entsteht hochwertiger Output. Bei great2know wird Erfahrungswissen nie isoliert betrachtet – wir verknüpfen es systematisch mit technischen Informationen und echten Arbeitsabläufen.
Individuelle Erfahrungen werden im persönlichen Wissenszwilling sicher und privat festgehalten – ohne Druck, ohne sofortige Sichtbarkeit für andere. Jeder Mitarbeitende entscheidet selbst, was geteilt wird.
Freigegebenes Erfahrungswissen fließt in den organisationalen Wissenszwilling ein. Es wird systematisch mit technischen Informationen, Dokumenten und echten Arbeitsabläufen verknüpft – KI-gestützt validiert und kontinuierlich durch Menschen ergänzt.
Aus dem organisationalen Wissensfundament entsteht gezielte Unterstützung für jede Aufgabe. Nicht aus theoretischen Beschreibungen, sondern aus der gebündelten Praxis: echte Abläufe, bewährte Vorgehensweisen, Entscheidungslogiken.
Aus der kollektiven Basis entsteht praxisnahes Wissen, das Mitarbeitende durch ihre relevanten Workflows führt und im Alltag direkt unterstützt – und neues Lernen ermöglicht. So wächst das System mit jeder Erfahrung weiter.
Wissen wird damit nicht nur bewahrt, sondern systematisch verknüpft und organisationsweit wirksam gemacht. Der Begriff des digitalen Zwillings ist für Maschinen sinnvoll. Für Menschen nutzen wir ihn als Brücke.
Sehen Sie, wie persönliche Erfahrungen geschützt gesammelt und bei Freigabe im organisationalen Kontext vernetzt werden – und wie daraus praxisnahes Wissen entsteht, das Mitarbeitende durch ihre relevanten Workflows führt.
Was Sie erwarten können:
Christine Lutz
CSO & Co-founder